war es "fahrlässige tötung" ?

ich will zumindest im anforumlieren des gedankens noch den hauch einer hoffnung mitschwingen lassen und habe deswegen bewusst von den beiden möglichen optionen für die überschrift auch die unverfänglichere gewählt.

ansonsten würde die anklage nämlich auf „mord“ lauten.

ohne scheisse jetzt,
und sehr wohl bin ich mir im bewusstsein dabei,
dass ein solcher vorwurf ja eh nicht statt gegeben wird (der polizei gegenüber!) vor einem deutschen gericht,
weil es ja einen solchen auch noch nie gegeben hatte,
oder jemals geben dürfte.

aber please have a look:

und jetzt helft mir bitte,
dieses bild anders zu deuten,
als dass ich darauf eine polizeiabsperrung sehe,
an deren gegenläufigen ende unter dem tunnel gerade mal locker 18 menschen sterben…?

weil auf der anderen seite des tunnels sah es zeitgleich so aus:

und mitten drin sterben achtzehn mitmenschen,
während hier locker die staatsgewalt ihre lässigkeit demonstriert?

werde ich jetzt gleich verhaftet werden,
nur weil ich so etwas öffentlich äussere ?

meine cheffin wird euch darüber auf den laufenden halten.

aber wenn ein achtzehnfacher mord mit gut 1.400.000 augenzeugen und ca über 10.000.000 live-stream watchern so ungesühnt hierzulande über die bühne geht,
frage ich mich so langsam,
was zur hölle denn noch der deutsche siegfried braucht,
um endlich mal wach zu werden….!!!!

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Über nuckelchen

baujahr 1971 rheinländer
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5 Antworten zu war es "fahrlässige tötung" ?

  1. jim schreibt:

    ich weiss auch nicht, ob man damit zu weit geht, aber folgendes postete ich vorhin bereits bei radio utopie:

    „ich habe mir in den letzten 3h videos, augenzeugenberichte auf youtube, zeitungs-artikel angeschaut und durchgelesen und stelle ernsthaft die frage: sollte man hier nicht nur wegen fahrlässiger tötung ermitteln, sondern vielleicht auch wegen mord?
    denn wenn man sich die planung, die vielfachen warnungen im vorfeld ( zum teil schon mit der ankündigung: “das wird tote geben”, oder “das ist wahnsinn”), das abgeschlossene gelände mit dem engen tunnel als todesfalle, und dann das operative versagen unmittelbar vor und während der katasrophe anschaut ( immer wieder berichteten augenzeugen, daß die polizei 30-45min vorher vielfach von love parade-besuchern vor ort auf eine drohende massenpanik hingewiesen wurde, aber darauf nicht reagierte. weiterhin die katatrophale kommunikation zwischen den polizei-einheiten, die linke hand wußte nicht was die rechte tut. teilweise wußten besucher eher von der massenpanik als die polizisten!), wenn man sich dieses gesamtbild der ereignisse anschaut, dann bekomme zumindest ich den eindruck, daß hier mit absicht de todesfalle tunnel inszeniert wurde.
    warum? um in zukunft großveranstaltungen, bei denen menschen feiern, aber vor allem DEMONSTRIEREN wollen, verbieten zu können. warten wir die schlagzeilen der nächsten tage ab. ich denke, irgendwas in diese richtung wird kommen.
    fragwürdig ist auch die anzahl an polizei, die zur verfügung stand. laut einem youtube-kommentar waren etwa 1.700 polizisten vor ort (unbestätigt). ist das ausreichend für über 1.4 millionen raver?“

  2. nuckelchen schreibt:

    wow wow,
    ersmal easy,
    denn zeitweise hies der artikel hier auch „war es mord“,
    doch so unfair darf man nicht sein.

    denn diese böse absicht einem menschen (oder wie hier mehreren) von vorne herein zu unterstellen,
    ist schon eine gewisse konsequenz,
    die letztendlich zu vertreten ich mir dann doch nicht wirklich so sicher war…

    und es wurden mindestens eine 14 x 100 einsatzkräfte nachbestellung durchgeführt.

    plus der rest ist schon reichlich.

    doch auch dadurch lässt sich jetzt von mir als aussenstehender kein urteil zu.

    und somit gilt wie auch hoffentlich bei dir und mir:
    im zweifel für den angeklagten

    und es geht doch echt um wichtigeres heute..
    http://nuckelchen.blog.de/2010/07/25/halt-s-maul-wolfgang-rabe-9033729/
    http://nuckelchen.blog.de/2010/07/25/wolfgang-rabe-luegt-deutsch-9034148/

  3. jim schreibt:

    ja, hast schon recht.
    ich sag ja nicht, es war mord, sondern nur, man solle auch in diese richtung ermitteln. denn die missachtung der veranstalter der offensichtlichen risiken und warnungen ist so unfassbar, daß es mir schwer fällt zu glauben, es war „nur“ fahrlässig.
    siehe z.b. hier:

    http://www.news25.de/news.php?id=7286&title=Loveparade+Trag%F6die%3A+Stadt+Duisburg+war+schriftlich+vorgewarnt&storyid=128006891323

    http://www.unzensiert.zeitgeist-online.de/2010/07/25/deathparade-schande-fur-deutschland/

    und wenn man sich mal die luftaufnahmen des engen, abgezäunten, mit ravern überfüllten bahnhofgeländes zusammen mit dem von massen verstopften nadelöhr tunnel anschaut, dann kann man schon den eindruck bekommen, hier wurden menschen ganz bewußt in den tod getrieben.

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